Regelkunde – Kleinfeldfußball
  
Spielfeldaufbau:
Das Spielfeld muss rechteckig sein und soll eine Länge von 50- 70 Metern und eine Breite von 40- 50 Metern haben.
Der Strafraum ist je nach Spielfeldgröße 11- 12 Meter von der Torlinie bzw. den Torpfosten zu markieren, der Torraum entfällt ganz. Die Strafstoßmarke ist acht Meter von der Torlinie entfernt.
Die Spielfeldbegrenzungen können auch abgesteckt werden (Fahnen, Hütchen). Es dürfen nur Tore der Größe 5 x 2 Meter verwendet werden, die zu befestigen sind.

Zahl der Spieler/-innen:
Eine Mannschaft besteht aus sechs Feldspieler/-innen und einem Torwart. Bei Spielbeginn müssen mindestens vier Feldspieler/-innen und ein Torwart anwesend sein.
Im Kleinfeld-Fußball können bis zu vier Spieler/-innen bei Spielruhe ausgewechselt werden. Ausgewechselte Spieler /-innen können auch wieder eingewechselt werden.

Spielzeiten Kleinfeld:
F- Jugend: 2 x 20 Minuten
E- Jugend: 2 x 25 Minuten
D- Jugend: 2 x 30 Minuten

Frauen:      2 x 40 Minuten    (Kleinfeld!!)

Sonstige Bestimmungen:
- Es wird ohne Abseits-Regel gespielt.
- Der Abstoß muss aus dem Strafraum heraus erfolgen.
- Ein indirekter Freistoß für die angreifende Mannschaft bzw. ein Schiedsrichterball muss mindestens 5 Meter  von der Torlinie entfernt ausgeführt werden.
- Beim Anstoß sowie bei der Ausführung von Freistößen und Eckstößen müssen die Spieler/-innen der gegnerischen Mannschaft mindestens fünf Meter vom Ball entfernt sein.
- Der Spielball sollte in Gewicht und Umfang für die jeweilige Altersklasse geeignet sein.
(F- und E-Junioren Gr. 4).

- Die Bestimmung über das direkte bzw. absichtliche Zuspiel zum Torwart gilt für den Kleinfeldfußball nicht.
-Im Kleinfeld sind sowohl direkte als auch indirekte Freistöße möglich. Die Ausnahme ist lediglich ein Freistoß im Torraum/Strafraum für die angreifende Mannschaft, der immer indirekt auszuführen ist (z.Bsp. Sperren oder gefährliches Spiel).
- Im Junioren-Spielbetrieb des BFV findet die gelb-rote Karte keine Anwendung. Als Disziplinarmaßnahmen gegen Juniorenspieler kommen lediglich
> die Verwarnung (gelbe Karte)
> der Feldverweis auf Zeit (5 Min.)
> der Feldverweis auf Dauer (rote Karte) in Betracht.

Regelkunde – Großfeldfußball Junioren/ Erwachsene
 
Spielfeldaufbau:
Die vorhandenen Großfeldspielplätze entsprechen den Vorgaben des Deutschen Fußballverbandes.

Zahl der Spieler/-innen:
Die Partie wird von zwei Teams bestritten, von denen jedes höchstens elf Spieler aufweist; einer von ihnen ist der Torwart. Die Partie kann nur beginnen, wenn jedes Team mindestens sieben Spieler umfasst.
Es dürfen bis zu vier Spieler aus- und wieder eingewechselt werden (Regelung Kreis Bayerischer Fussball Verband).
 
Spielzeiten:
C- Jugend:  2 x 35 Minuten
B- Jugend:  2 x 40 Minuten
A- Jugend:  2 x 45 Minuten
Frauen:      2 x 45 Minuten
Herren:      2 × 45 Minuten

Sonstige Bestimmungen:
- Es wird mit Abseits-Regel gespielt.
- Der Abstoß muss aus dem Strafraum heraus erfolgen.
- Beim Anstoß sowie bei der Ausführung von Freistößen und Eckstößen müssen die Spieler/-innen der gegnerischen Mannschaft mindestens 9,15 Meter vom Ball entfernt sein.
- Die Bestimmung über das direkte bzw. absichtliche Zuspiel zum Torwart gilt
- Im Erwachsenen-Spielbetrieb des BFV findet die gelb-rote Karte Anwendung.
   !! Bitte beachten: In Jugendspielen gibt es keine gelb-rote Karte!!
- Es gelten die Regeln für Großfeldfußball Erwachsene 2014/2015 des DFB.

Leistungsprüfung

Die vom KSA München festgelegte Leistungsprüfung - entsprechend den Qualifikationsrichtlinien des BSA Oberbayern - ist ein jährlich stattfindendes Ergeignis um die körperliche Fitness, sowie die Regelkentnisse der Schiedsrichter zu prüfen. Die Leistungsprüfung besteht aus einem Konditionstest (Laufdisziplinen) und einem theoretischen Teil (Regeltest).

  • Ein bisher nicht qualifizierter Schiedsrichter/Neuling, der die Leistungsprüfung auf eigenen Wunsch das erste Mal besteht, wird in der Regel zur nächsten Saison für die A-Klasse qualifiziert und beobachtet.
  • Ein bereits qualifizierter Schiedsrichter wird bei Wiederbestehen der Leistungsprüfung ein weiteres Jahr in seiner Leistungsklasse qualifiziert und beobachtet.
  • Ein Schiedsrichter, der die Leistungsprüfung nach einem Wiederholungsversuch nochmals nicht bestanden hat, ist nicht mehr qualifiziert und darf unbeobachtet maximal Herren B-Klasse pfeifen.
  • Ein Schiedsrichter, der nicht an der Leistungsprüfung teilnimmt, ist nicht (mehr) qualifiziert und darf unbeobachtet maximal Herren B-Klasse pfeifen.
  • Die Leistungsprüfung muss von jedem bereits qualifizierten Schiedsrichter mindestens einmal im Jahr erneut erfolgreich abgelegt werden um weiter qualifiziert zu bleiben.

Die Leistungsprüfung bennent jede SR-Gruppe für sich selbst und findet in jeder aktuellen Saison statt. Eine Anmeldung zur Leistungprüfung ist nicht erforderlich. Es reicht eine einmalige (erfolgreiche) Teilnahme an einem der verschiedenen Termine im Jahr. Dabei ist die Wahl zu welchem Termin und Örtlichkeit man innerhalb des Kreises München geht, frei entscheidbar. Terminlich angesetzt werden 3-4 Besuchmöglichkeiten. Die genauen Termine sind auf den jeweiligen Hompages der einzelnen Gruppen einsehbar.

Empfohlen wird sich ca. 3-4 Wochen vor dem anstehenden Termin mit leichtem Jogging und Studium des Regelbuches vorzubereiten. Tendenziell sind für sportliche Kollegen beide Varianten der Leistungsprüfung auch ohne große Vorbereitung schaffbar.

Nichtantretungen

 

Was ist eine Nichtantretung?

Als Nichtantretung versteht man, dass ein Schiedsrichter ein Spiel, für welches er eingeteilt wurde, nicht leitet. Als Nichtantretung wird ebenfalls gewertet, wenn der Schiedsrichter ein Spiel zu spät, also nur wenige Stunden vor Anpfiff ohne triftigen Grund zurückgibt. Zu beachten ist ebenso, dass ein Schiedsrichter ein Spiel 24 Stunden oder weniger vor der Ansetzung unbedingt telefonisch zurückzugeben hat, damit es dem zuständigen Einteiler möglich ist, schnell einen Ersatz zu finden.

Folgen für den Schiedsrichter selbst

Der Schiedsrichter muss nach einer Nichtantretung mit einer Geldstrafe rechnen die zum Teil auch auf den Verein, welchem der Schiedsrichter angehört, zurückfällt. Neben der Geldstrafe bringt sich der Schiedsrichter in Verruf und ist in der Regel mit dem Makel der Unzuverlässigkeit behaftet, was sich auf zukünftige Einteilungen und Aufstiege auswirken kann.

Folgen für die betroffenen Vereine

Im schlimmsten Fall ist auf der Anlage kein ausgebildeter Schiedsrichter anwesend der das Spiel leiten könnte und die Vereine können sich nicht auf einen Spielleiter einigen. In diesem Fall haben dreißig Spieler ihre Zeit verschwendet, indem sie umsonst die Strecke zur Sportanlage zurückgelegt haben und das Spiel an einem anderen Termin nachholen müssen. Der Schiedsrichter schadet mit seiner Nichtantretung also auch erheblich den Vereinen und den Spielern, die nun unter der Unzuverlässigkeit des Schiedsrichters zu leiden haben.

Folgen für andere Schiedsrichter

Wenn eine Mannschaft am vorangegangenen Spieltag beispielsweise fünfzig Kilometer zu einem Auswärtsspiel zurücklegen musste, nur um festzustellen, dass das Spiel nicht stattfinden kann, da der Schiedsrichter sein Erscheinen nicht einrichten  konnte, wird dies mit größter Wahrscheinlichkeit der nächste Schiedsrichter direkt zu spüren bekommen. Man darf nicht vergessen, dass ein Schiedsrichter stets als Vertreter des gesamten Fußballverbandes auftritt. Sein Fehlverhalten wirft ein schlechtes Licht auf die Schiedsrichtergemeinschaft als Ganzes. Unter diesen Folgen haben Schiedsrichter zu leiden die stets korrekt und zuverlässig in Erscheinung getreten sind. Nicht zuletzt deswegen sind alle Schiedsrichter dazu angehalten auf und neben dem Platz professionell zu agieren und falls sie bereits wissen, dass sich eines ihre Spiele eventuell mit übergeordneten Terminen schneiden könnte, dieses unverzüglich und in angemessener Form zurückzugeben.